Erfahren Sie, wie Sie schnell alle wichtigen Bereiche einer Website finden können

Wenn man auf eine Website kommt, sucht man die Kontaktseite oder die Rückgabebestimmungen und dreht sich zwei Minuten im Kreis. Das Problem liegt nicht im Inhalt, sondern in der Art und Weise, wie die Kategorien organisiert sind (oder auch nicht). Um schnell alle Kategorien einer Website zu finden, sind einige technische Reflexe und eine im Voraus durchdachte Struktur erforderlich, nicht das Glück.

HTML-Sitemap und XML-Sitemap: zwei Werkzeuge zum Zugriff auf die Kategorien einer Website

Wenn man auf einer unbekannten Website eine bestimmte Kategorie sucht, besteht der erste operative Reflex darin, zu überprüfen, ob sie über eine HTML-Sitemap verfügt. Diese Seite, die oft im Footer zugänglich ist, listet alle Abschnitte und Unterabschnitte der Website in Form von klickbaren Links auf. In wenigen Sekunden findet man die Produktseite, die FAQ, das Impressum oder jede andere Kategorie, die im Baum versteckt ist.

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Die XML-Sitemap hingegen ist nicht für die Besucher gedacht, sondern für Suchmaschinen wie Google. Sie listet alle indexierbaren URLs auf und hilft den Crawling-Robots, die Website zu kartografieren. Für einen versierten Nutzer ermöglicht das Konsultieren dieser Datei (in der Regel über /sitemap.xml in der Adresszeile zugänglich) das Auffinden von Seiten, die die Hauptnavigation nicht anzeigt.

Ein konkretes Beispiel: Auf einigen Websites erscheinen saisonale Kategorien oder werbliche Landing Pages in keinem Menü. Sie sind jedoch in der XML-Sitemap indexiert. So kann man die Website Kabanes aufrufen, um zu beobachten, wie eine gut gestaltete Sitemap die gesamte Sichtbarkeit der Kategorien gewährleistet, einschließlich derjenigen, die nicht in der Hauptnavigationsleiste aufgeführt sind.

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Mann in modernem Büro, der die Navigationsstruktur einer Website auf einem großen Computerbildschirm analysiert

Navigation über den Footer und Breadcrumbs: die unterschätzten Abkürzungen

Die meisten professionellen Websites konzentrieren ihre sekundären Kategorien im Footer. Impressum, Datenschutzerklärung, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Sitemap: Diese Seiten befinden sich fast immer am Ende der Seite. Auf einer E-Commerce-Website bündelt der Footer auch die Links zum Kundenservice, zu den Lieferarten und zu den Kontaktformularen.

Der Footer ist oft umfassender als das Hauptmenü. Das Navigationsmenü oben auf der Seite priorisiert kommerzielle Kategorien (Produkte, Dienstleistungen, Preise), während der Footer alles andere aufnimmt. Wenn man nach rechtlichen oder administrativen Informationen sucht, spart es Zeit, direkt nach unten zu scrollen.

Die Breadcrumb-Navigation stellt eine weitere wertvolle Abkürzung dar. Dieser Navigationspfad, der unter dem Hauptmenü angezeigt wird, zeigt die Position der aktuellen Seite im Baum der Website an. Durch Klicken auf die höheren Ebenen gelangt man zu den übergeordneten Kategorien und entdeckt benachbarte Abschnitte, die man sonst nicht gefunden hätte.

Wenn die Hauptnavigation Kategorien verbirgt

Die Mega-Menüs (diese Dropdown-Menüs mit mehreren Spalten) stellen ein wiederkehrendes Problem dar. Sie zeigen so viele Links an, dass man Kategorien in Unterebenen übersieht. Auf Mobilgeräten verschärft sich die Situation: Die Menüs klappen wie ein Akkordeon zusammen, und einige Abschnitte werden praktisch unsichtbar.

In diesem Fall bleibt die Eingabe von site:nomdusite.com + Schlüsselwort in Google das schnellste Mittel, um eine bestimmte Seite zu lokalisieren. Dieser Suchbefehl beschränkt die Ergebnisse auf die angezielte Domain und bringt Seiten hervor, die durch die interne Navigation schwer zugänglich sind.

Obligatorische Seiten in Deutschland: die Kategorien, die vorrangig überprüft werden sollten

Nicht alle Websites sind in Bezug auf Transparenz gleich. In Deutschland sind mehrere Seiten durch die Gesetzgebung vorgeschrieben, und deren Fehlen ist ein Warnsignal für Nutzer und Suchmaschinen.

  • Impressum: Identität des Herausgebers, Hosting-Anbieter, Handelsregisternummer. Pflicht für jede professionelle oder gemeinnützige Website.
  • Datenschutzerklärung: Verarbeitung personenbezogener Daten, rechtliche Grundlage jeder Verarbeitung, Rechte auf Zugang, Berichtigung und Löschung. Die DSGVO verlangt einen tatsächlichen operativen Prozess zur Beantwortung der Anfragen der Nutzer, nicht nur eine einfache deklarative Seite.
  • Cookie-Verwaltung: Seit der verstärkten Umsetzung der Empfehlungen der CNIL muss der Ablehnen-Button genauso sichtbar sein wie der Akzeptieren-Button, und nicht notwendige Tracker dürfen nicht vor ausdrücklicher Zustimmung aktiviert werden.
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (für E-Commerce-Websites): Preisdetails, Liefermodalitäten, Widerrufsrecht.

Seit dem 28. Juni 2025 ist die digitale Barrierefreiheit für viele private Websites, insbesondere im Online-Handel, im Bankwesen und im Transportwesen, zur Pflicht geworden. Das bedeutet, dass eine Kategorie oder Seite, die der Konformität mit der Barrierefreiheit gewidmet ist, nun zu den Elementen gehören kann, die auf einer Website zu finden sind.

Junge Frau, die auf einem Sofa sitzend die Kategorien einer Website auf einem Tablet in einem modernen Wohnzimmer entdeckt

Integrierte Suchwerkzeuge und Browsererweiterungen zur Erkundung einer Website

Die interne Suchleiste einer Website wird oft nicht ausreichend genutzt. Wenn sie richtig funktioniert, liefert sie Ergebnisse, die den gesamten indexierten Inhalt abdecken, einschließlich Blogseiten, Produktblätter und Hilfekategorien. Das Problem ist, dass viele interne Suchmaschinen schlecht konfiguriert sind und irrelevante Ergebnisse liefern. Die Rückmeldungen hierzu variieren je nach verwendeten CMS.

Um diese Einschränkung zu umgehen, ermöglichen mehrere Browsererweiterungen die Erkundung der Struktur einer Website:

  • SEO-Erweiterungen (wie SEO-Toolbar) listen die Hn-Tags jeder Seite auf und zeigen die Hierarchie des Inhalts an.
  • Barrierefreiheit-Audit-Tools melden fehlende Navigationslinks und verwaiste Seiten.
  • Die Inspektion des Quellcodes (Rechtsklick, Untersuchen) ermöglicht es, Links zu erkennen, die durch CSS oder JavaScript verborgen sind, insbesondere in responsiven Menüs.

Die Kombination von Sitemap, Footer, interner Suche und dem Befehl site: deckt nahezu alle Kategorien einer Website ab, selbst wenn die Struktur schlecht durchdacht ist. Auf einer gut strukturierten Website sollte der Besucher nie mehr als drei Klicks benötigen, um jede beliebige Seite zu erreichen. Wenn dies nicht der Fall ist, werden diese Umgehungstechniken das einzige zuverlässige Mittel, um alle gesuchten Informationen zu finden.

Das nächste Mal, wenn eine Website Ihnen unvollständig oder schlecht organisiert erscheint, überprüfen Sie die Sitemap und den Footer, bevor Sie schließen, dass die Information nicht existiert. Sie ist oft vorhanden, einfach nur schlecht mit dem Rest der Navigation verbunden.

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